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Stellungnahme des Harzklub zum
Hochwasserschutz im Selketal |
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1. Der Schutz des Menschen und
seiner Umwelt vor einem Jahrhunderthochwasser wird vom Harzklub generell
unterstützt.
2. Die vorhandenen Retentionsräume sind zu erhalten und möglichst zu vergrößern.
3. Die Überschwemmungsgebiete entlang der Selke und ihrer Nebenbäche sind
kurzfristig gesetzlich auszuweisen, um diese von Bauten und Anlagen, die durch
Hochwasser geschädigt werden können, freizuhalten.
4. Hochwasserschutz beginnt nicht erst im Unterlauf der Selke, sondern bereits
im Oberlauf unter Einbeziehung der Nebenbäche. Daher sind alle geeigneten
Speichermöglichkeiten oberhalb von Meisdorf zu ertüchtigen bzw. neue
Möglichkeiten unter Beachtung naturschutzrechtlicher Belange zu schaffen.
Insofern wird begrüßt, dass kurzfristig die Bewirtschaftung der Teiche zu
Gunsten des Hochwasserschutzes verändert wurde bzw. wird.
5. Der Harzklub sieht wirkungsvolle Hochwasserschutzmaßnahmen bereits in der
Schaffung zusätzlicher Rückhaltemöglichkeiten in Strassberg, im Uhlenbachtal und
im Schiebeckstal.
6. Bei allen Hochwasserschutzüberlegungen ist dringend auf eine notwendige
Verbesserung der Abflusssituation in den Ortschaften und Brücken zu verweisen.
7. Der Harzklub ist auch nach Vorliegen des Hochwasseraktionsplanes in Abwägung
mit den erforderlichen naturräumlichen Eingriffen nicht davon überzeugt, dass
der Rückhaltedamm in Meisdorf zwingend für einen Hochwasserschutz erforderlich
ist und wird das weitere Verfahren kritisch aber konstruktiv begleiten. Speziell
erwartet der Harzklub, dass unabhängig von den bereits aufgeführten Punkten die
einzelnen Varianten hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und ihres naturräumlichen
Eingriffs nochmals einer sorgfältigen Wertung unterzogen werden.