1. Der Wert des Selketals
1.1 Für die Natur
Die Selke ist ein Nebenfluß der
Bode. Sie durchfließt im Unterharz (Sachsen-Anhalt) auf ca. 34
km Länge ein bis 80 m tief eingeschnittenes, landschaftlich
reizvolles Tal, um dann in einer ca. 1 km breiten Talaue im
nördlichen Harzvorland nach weiteren 35 km hinter Hedersleben in
die Bode zu münden.
In ihrem Oberlauf ist die Selke weitgehend unverbaut mit
naturnahen Bachstrukturen und einer natürlichen Gewässerdynamik.
Damit zeichnet sich das Selketal durch eine Reihe besonders
schützenswerter Elemente aus.
So gehört es mit seinem Reichtum an naturnahen Laubwäldern zu
den wertvollsten Tälern des Harzes. Die niedrige Gebirgslage und
die breite Öffnung des Tales zum warmen Harzvorland im Lee des
Gebirges schaffen besondere klimatische Bedingungen, die das
Vorkommen wärmeliebender Pflanzengesellschaften sichern, die
wiederum vielen seltenen und gefährdeten Tieren einen Lebensraum
sichern.
Deshalb wurden 2 271 ha zum
Naturschutzgebiet "Oberes Selketal"
sowie 600 ha zum
Naturschutzgebiet "Selketal"
erklärt und an die Europäische Union als Schutzgebiet
entsprechend der FFH-Richtlinie /Flora-Fauna-Habitat/ gemeldet.
Das Selketal ist darüber hinaus Teil des
Vogelschutzgebietes "Nordöstlicher Unterharz".
Hervorzuheben ist die Vielfalt von 46 Biotoptypen, von denen
35 auf der Roten Liste Deutschland geführt werden.
Dieses einmalige
Naturschutzgebiet muß
erhalten bleiben und es muß gepflegt werden.
Einige allgemein
bekannte Tier- und Pflanzenarten seien als Beispiele für die
Artenvielfalt genannt:
Wildkatze, Kleinabendsegler, Braunes Langohr,
Baumbrütende Mauersegler, Schwarzstorch, Eisvogel, Wasseramsel,
Gebirgsstelze
Kreuzotter
Geburtshelferkröte, Feuersalamander,
Bachneunauge, Westgroppe (Fisch)
Blauflügel-Prachtlibelle, Zweigestreifte Quelljungfer (Libelle)
Die typischen Insekten (mit aquatischen Larvenstadien) sind in
der Selke jedoch die Eintags-, Stein- und Köcherfliegen mit
einem hohen Anteil an Rote Liste –und FFH – Arten.
Federgras, Astlose Graslilie, Felsen Goldstern, Stengellose
Kratzdistel, Ausdauernder Lattich, Gemeine Zwergmispel,
Färberginster, Ausdauerndes Silberblatt, Großes Zweiblatt
(Orchidee), Waldhyazinthe (Orchidee), Erdstern (Pilz),
Bischofsmütze (Pilz)
siehe auch:
Vortrag Funkel,
Vortrag Heitkamp,
Lebendige Flüsse – Leitbild NABU,
Selketal FFH- RL – NATURA 2000,
NSG Selketal – Naturschutzgebiete der DDR,
Studie Nationalparke. |










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1.2 Für den
Tourismus
Das Selketal
nimmt bei den Sehenswürdigkeiten des Harzes einen hervorragenden
Platz ein. Dem Touristen bietet das liebliche Tal, durch das
sich die Selke windet, mit den bewaldeten Berghängen ideale
Wandermöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer. Zwischen der
Selkemühle und der Thalmühle ist der Weg für Kraftfahrzeuge
gesperrt. Im Sommer werden Kutschpartien angeboten.
siehe auch:
Vortrag Böhm,
Aufruf
Tourismuswirtschaft Unterharz,
Stellungnahme HVV v. 21.05.03,
Der an der Geschichte interessierte Tourist kann die Burg
Falkenstein besuchen und von dort einen Blick in das Selketal
werfen. Weiter führt ihn die STRASSE DER ROMANIK zur die
Weltkulturerbe-Stadt Quedlinburg, nach Gernrode und Ballenstedt,
zur Konradsburg bei Ermsleben und nach Frose.
siehe:
www.romanikstrasse.de
Der an Industrie und Technik interessierte Tourist durchfährt
mit der Harzer Schmalspurbahn von Gernrode aus über Alexisbad
bis Stiege das Selketal. In Mägdesprung kann das Carlkswerk - eine
Eisenmanufaktur und in Straßberg in der "Grube Glasebach"
historischer Bergbau besichtigt werden.
Der Harz und das nördliche Harzvorland wurden wegen der
vielfältigen Naturausstattung zum Landschaftsschutzgebiet und
Naturpark erklärt. Sehenswert sind das wildromantische Bodetal
bei Thale, der Schloßpark Ballenstedt, der Park Degenershausen
und die Orte des Geoparks Harz wie die Teufelsmauer und die
Gegensteine.
Der Harz hat interessante und vielfältige Reiseangebote. Die
Hotels z.B. in Alexisbad, Meisdorf bieten einen angenehmen
Aufenthalt.
siehe:
www.harz-urlaub.de ,
www.harz.com
,
www.selketalinfo.de ,
www.urlaub-harzgerode.de ,
www.hotel-thalmuehle.de
www.selketalinfo.de
http://www.harztourismusmanagement.de/selketal/selketal-stieg/index.html
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